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Rechnung 2020 der Gemeinde Wollerau schliesst mit Ertragsüberschuss von 0.6 Mio. Franken

9. März 2021
Die Rechnung 2020 der Gemeinde Wollerau schliesst um Fr. 4.3 Mio. besser ab als budgetiert. Bei einem Aufwand von Fr. 46.3 Mio. und einem Ertrag von Fr. 46.9 Mio. resultiert ein Ertragsüberschuss von Fr. 0.6 Mio. Das Eigenkapital ist per Ende 2020 auf Fr. 47.6 Mio. angewachsen. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf Fr. 7.4 Mio. Budgetiert waren Nettoinvestitionen von Fr. 10.9 Mio.

Die Steuereinnahmen haben sich im vergangenen Jahr trotz «Corona» erfreulich entwickelt. Die gesamten Steuererträge sind um 3.6 Prozent höher als budgetiert ausgefallen. Die Steuererträge der Natürlichen Personen haben sich um Fr. 2.5 Mio. besser als angenommen entwickelt. Hingegen sind die Einnahmen bei den Juristischen Personen um Fr. 1.2 Mio. tiefer ausgefallen.
Der Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit steigt dank des besseren Ergebnisses auf plus Fr. 5.0 Mio. Der Gemeindehaushalt konnte somit vollständig aus den ordentlichen Erträgen finanziert werden.

Kosten im Griff
Ein wichtiges Anliegen des Gemeinderates Wollerau ist es, die Kosten im Griff zu behalten. Der Personalaufwand schliesst um Fr. 0.4 Mio. bzw. 4.0 Prozent tiefer ab als budgetiert. In der Primarschule wurde eine Klasse reduziert; zugleich verjüngte sich der Lehrkörper. Eine Punktlandung gelang dem Gemeinderat und der Verwaltung beim Sachaufwand. Dieser schliesst mit einem Minderaufwand von 0.4 Prozent bzw. Fr. 31‘000 tiefer als angenommen. Alle Bereiche haben zu diesem erfreulichen Resultat beigetragen.
Die Abschreibungen sind um Fr. 2.0 Mio. unter dem Budget geblieben. Wichtigster Grund hierfür sind die zusätzlichen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2019. Alleine die ordentlichen Abschreibungen für den Bächlipark fielen dadurch um Fr. 1.3 Mio. tiefer aus. Weitere Gründe sind die günstigere Umsetzung der Arbeiten an diversen Gemeindestrassen sowie an den Abwasser- und Kanalisationsleitungen.  
Die Berechnung des Kantonalen Finanzausgleichs basiert auf der relativen Steuerkraft pro Einwohner. Für 2020 resultierte eine Steuerkraftabschöpfung für Wollerau von Fr. 14.6 Mio. (Vorjahr Fr. 14.2 Mio.). Aufgrund der Nachkalkulation der Steuerabrechnung 2018 ergab sich eine Nachbelastung von Fr. 1.4 Mio. zulasten der Gemeinde. Damit betrug die im Budget 2020 aufgenommene und zu leistende Nettozahlung Fr. 16.0 Mio. Seit der Einführung des Gesetzes über den Finanzausgleich der Bezirke und Gemeinden im Jahr 2002 hat die Gemeinde Wollerau total Fr. 157.2 Mio. in den Finanzausgleich des Kantons abgeliefert.

Die Nettoinvestitionen 2020 belaufen sich auf Fr. 7.4 Mio. Im 2020 wurden diverse Gemeindestrassen saniert (Fr. 3.0 Mio.), in zahlreiche Abwasser- und Kanalisationsleitung-Projekte (Fr. 2.6 Mio.) investiert und für die Bodenverlegung der AXPO-Freileitung Fr. 2.2 Mio. ausgegeben.

Gesunder Gemeindehaushalt
Die Flüssigen Mittel haben gegenüber dem Voranschlag um Fr. 11.9 Mio. zugenommen und erreichen einen Wert von Fr. 15.8 Mio. Zu beachten gilt hier, dass die Gemeinde Wollerau dem Bezirk Höfe ein Darlehen von Fr. 5.0 Mio. gewährt hat.
Das Eigenkapital per Ende Jahr weist einen Saldo von Fr. 47.6 Mio. aus. Das Eigenkapital wird in den nächsten Jahren durch die budgetierten Mehraufwände in den Jahren 2021 bis 2024 kontrolliert abgebaut. Das vorhandene Eigenkapital bietet zudem eine solide Basis für die geplanten Investitionen in unsere Infrastruktur.
Das ausgewiesene Fremdkapital per Ende 2020 von Fr. 4.0 Mio. besteht aus Lieferantenrechnungen und transitorischen Abgrenzungen aus operativer Tätigkeit. Per Ende 2020 ist die Gemeinde schuldenfrei. Es existieren keine Kredite und Darlehen von Dritten.
Die Spezialfinanzierungen Abfallbeseitigung und Abwasserbeseitigung haben besser abgeschlossen als erwartet. Die Abfallbeseitigung weist einen Saldo von Fr 0.9 Mio. aus. Die Abwasserbeseitigung weist einen um Fr. 0.3 Mio. kleineren Verlust auf als erwartet. Seit etwas mehr als einem Jahr ist das neue Abwasserreglement in Kraft. Die Entwicklung der Abwasserrechnung geht in die richtige Richtung, muss aber weiterhin genau beobachtet werden. Die Feuerwehr ist leicht unter den Erwartungen geblieben, was auf Mindereinnahmen bei den Feuerwehrersatzabgaben zurück zu führen ist.

Der Gemeinderat legt Nachkredite zulasten der Laufenden Rechnung 2020 in der Höhe von Fr. 579‘211 vor. Die wichtigsten Positionen betreffen die Sanierung und Zustandsuntersuchungen von diversen Leitungen, Mehrkosten im Sozialbereich, diverse bauliche Massnahmen bei verschiedenen Liegenschaften, aber auch grössere Entsorgungsmengen. Die Nachkredite der Erfolgsrechnung 2021 belaufen sich auf Fr. 515‘500 und sind unter anderem mit der Neuorganisation der Abteilung Gesellschaft begründet. Eine weitere Position betrifft die Neuorganisation der Schulleitung. Zulasten der Investitionsrechnung 2020 belaufen sich die Nachkredite auf Fr. 50‘696.
Der Gemeinderat empfiehlt die Rechnung 2020 und die Nachkredite anlässlich der Gemeindever­sammlung vom 7. April 2021 zur Annahme.

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