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Hergisroosweg neu nur noch für Fussgänger

29. August 2019
Der Regierungsrat hat das revidierte Abwasserreglement genehmigt. Der bis anhin von Fussgängern und Velofahrern genutzte Hergisroosweg soll aus Sicherheitsgründen künftig nur noch den Fussgängern vorbehalten sein. Für die anstehende Sanierung des Schulhauses Runggelmatt ist eine Arbeitsgruppe zur Überprüfung des Raumkonzepts eingesetzt worden. Das Vermittleramt Höfe wird auch nach Übergang der Verantwortung an den Bezirk Höfe vorderhand im Gemeindehaus Wollerau bleiben.

Am 19. Mai 2019 haben die Wollerauer Stimmberechtigten mit über 80 Prozent Ja-Stimmen dem revidierten Abwasserreglement zugestimmt. Der Regierungsrat hat nun das Reglement mit Beschluss vom 20. August 2019 genehmigt. Der Gemeinderat wird an seiner nächsten Sitzung die Inkraftsetzung per 1. Oktober 2019 beschliessen. Somit wird die Gemeinde Wollerau die Gebührenerhebung 2019 auf der Basis des neuen Reglements vornehmen. Die Verrechnung wird, wie bereits im Juli 2019 angekündigt, im vierten Quartal erfolgen.

Hergisroosweg soll den Fussgängern vorbehalten sein
Der Hergisroosweg erfreut sich seit seiner Eröffnung einer grossen Beliebtheit. Aktuell wird er von Fuss-gängern und Velofahrenden benutzt. Dies führt immer wieder zu kritischen Situationen. Nach verschiedenen Reaktionen aus der Bevölkerung hat die zuständige Abteilung Tiefbau / Umwelt eine Beschilderung geprüft, welche die Benutzung durch Fahrräder im Schritttempo erlauben würde. Die Abklärungen, unter anderem mit dem kantonalen Tiefbauamt, haben ergeben, dass eine solche Beschilderung nicht möglich ist. Insbesondere die erforderlichen Wegbreiten für einen Gegenrichtungsverkehr mit dem Fahrrad sind nicht gegeben. Deshalb hat der Gemeinderat auf Antrag der Abteilung Tiefbau / Umwelt und der ebenfalls konsultierten Abteilung Bildung sowie der Tiefbau- und Verkehrskommission beschlossen, dass der Hergisroosweg künftig nur den Fussgängern vorbehalten bleiben soll. Deshalb wurde das kantonale Tiefbauamt ersucht, die Signalisation «Fussweg (SSV-Signal 2.61)» zu genehmigen.
Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass der Hergisroosweg heute auch für Kinder im Kindergarten- und Primarschulalter, die mit dem Fahrrad ins Dorf gelangen wollen, ein idealer Weg ist – und die Alternative über die Alte Wollerauerstrasse / Felsenstrasse gewisse Herausforderungen bietet. Da der Hergisroosweg vorab im unteren Teil recht eng ist und sich immer wieder Gefahrensituationen ergeben, teilt er jedoch die Einschätzung der verschiedenen Fachgremien, den Weg nur noch für Fussgänger zuzulassen. Die vorgesehene Signalisation wird im Amtsblatt vom 30. August 2019 publiziert; dagegen kann während 20 Tagen Einsprache erhoben werden. Nach Inkrafttreten der Signalisation werden die involvierten Abteilungen nochmals im Detail orientieren.

Sanierung Schulhaus Runggelmatt – Arbeitsgruppe eingesetzt
Wie bereits kommuniziert, ist das Schulhaus Runggelmatt mittelfristig einer Sanierung zu unterziehen. Um den Sanierungsbedarf der Bausubstanz zu eruieren, ist der Ist-Zustand von Gebäudehülle, Leitungen, Heizung und Sanitäranlagen zu erheben. Dies soll ab Anfang 2020 erfolgen. Dafür wurden Fachunternehmen angefragt und Mittel im Voranschlag 2020 eingestellt.
Gleichzeitig erscheint eine Überprüfung des Raumkonzepts sinnvoll. Der Gemeinderat hat deshalb an seiner letzten Sitzung die Arbeitsgruppe «Innenoptimierung Schulhaus Runggelmatt» eingesetzt. Der Arbeitsgruppe unter der Leitung von Clemens Gehrig, Abteilungsleiter Bildung, gehören Vertreter des Schulrates, der Abteilung Liegenschaften / Sicherheit sowie Gemeinderätin Franziska Zingg als Ressortverantwortliche Bildung an. Zugleich wurde eine Resonanzgruppe gebildet, welcher Lehrpersonen sowie Mitarbeitende das Hauswart-Teams angehören. Die Projektverantwortung für die «Sanierung Schulhaus Runggelmatt» trägt Gemeinderätin Franziska Zingg. Der Gemeinderat geht davon aus, dass bis im Sommer 2020 Grundlagen betreffend des Sanierungsbedarfs und der räumlichen Optimierung vorliegen. Auf deren Basis kann in einem weiteren Schritt die Sanierung des Schulhauses Runggelmatt geplant werden.

«Energiestadt Wollerau» – Aktivitätenplan 2020 bis 2023 festgelegt
Die Gemeinde Wollerau trägt seit 2015 das Label «Energiestadt». Der Gemeinderat hat in den vergangenen vier Jahren in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen und den Kommissionen versucht, Massnahmen für eine nachhaltige Energiepolitik zu identifizieren und umzusetzen. In den Bereichen «Entwicklungsplanung», «Gebäude / Anlagen», «Versorgung / Entsorgung», «Mobilität» «Kommunikation» und «Interne Organisation» wurden kleinere und grössere Projekte realisiert.
Nun steht in diesem Herbst die Rezertifizierung an. Dafür hatte der Gemeinderat auf Antrag der Abteilung Liegenschaften / Sicherheit auch einen Aktivitätenplan für die Jahre 2020 bis 2023 festzulegen. Der Gemeinderat hat diesen anlässlich seiner letzten Sitzung genehmigt. Dabei war es dem Gemeinderat wichtig, nicht spezielle «Energiestadt-Projekte» zu lancieren, sondern nachhaltige Massnahmen in Bereichen zu etablieren, in denen die Gemeinde bereits aktiv ist. Als Beispiel sei die Reduktion des Energieverbrauchs der gemeindeeigenen Gebäude erwähnt. Weitere Informationen erfolgen nach der Rezertifizierung.

Treuhanddienst der Pro Senectute – Leistungsvereinbarung verlängert
Die Unterstützung von handlungsfähigen Seniorinnen und Senioren im Bereich der persönlichen Administration ist ein Bedürfnis. Oft findet sich eine Person aus der eigenen Familie, welche bereit ist, sich um die administrativen Angelegenheiten zu kümmern. Durch die gesellschaftliche und demografische Entwicklung sowie die zunehmende Komplexität gibt es jedoch vermehrt Menschen, die nicht auf ein solches Helfernetz zurückgreifen oder sich professionelle Unterstützung nicht oder nur beschränkt leisten können. Hierfür vermittelt die Pro Senectute Freiwillige, welche Treuhanddienste für bedürftige Seniorinnen und Senioren leisten und so das professionelle Hilfssystem (KESB, Heime, Spitex usw.) entlasten. Seit 2011 zählt die Gemeinde Wollerau auf die Unterstützung durch Freiwillige der Pro Senectute. Dabei konnte Jahr für Jahr verschiedenen Personen unbürokratisch geholfen werden. Die Mandatsvergabe ist an klare Kriterien gebunden und von der Abteilung Gesellschaft zu prüfen und genehmigen. Der Gemeinderat hat an seiner letzten Sitzung die Leistungsvereinbarung für den Treuhanddienst der Pro Senectute für die Jahre 2020 bis 2022 verlängert.

Vermittleramt Höfe: Bezirk und Gemeinde Wollerau vereinbaren weitere Nutzung der
Räumlichkeiten und Infrastruktur im Gemeindehaus Wollerau

An der Urnenabstimmung vom 19. Mai 2019 haben die Stimmberechtigten der Gemeinden Feusisberg, Freienbach und Wollerau der Übertragung des Vermittleramtes an den Bezirk Höfe deutlich zugestimmt. Damit wird der Bezirk Höfe ab 1. Juli 2020 für die Führung des Vermittleramtes verantwortlich zeichnen. Auf diesen Zeitpunkt hin wird er auch Arbeitgeber der aktuell drei Vermittler. Wie bereits vor der Abstimmung kommuniziert, soll das Vermittleramt in die neue Bezirksverwaltung am Standort Leutschen Freienbach integriert werden. Dies wird voraussichtlich am 1. Januar 2024 sein. Bis zum Umzug nach Freienbach sollen die Vermittler ihre Räumlichkeiten, die sie aktuell im Gemeindehaus Wollerau belegen, weiterhin nutzen können. Das haben der Gemeinderat Wollerau und der Bezirksrat Höfe entschieden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde im August beschlossen.

Gemeinde Wollerau