Inhalt

Gezielte Bekämpfung invasiver Neophyten in Feusisberg und Wollerau

28. Juni 2019
Neophyten stellen ein Problem für die Natur, Tier und Mensch dar. Mit gezielten Aktionen wollen die Gemeinden Feusisberg und Wollerau in den kommenden Monaten die exotischen Problempflanzen bekämpfen. Anfang Juli starten die Arbeiten.

Invasive Neophyten sind exotische Problempflanzen, die sich unkontrolliert verbreiten und die einheimische Biodiversität stören. Sie verringern die Artenvielfalt, verdrängen einheimische Pflanzen und können Schäden an Bauten und Probleme in der Land- und Forstwirtschaft verursachen. Einige Arten erzeugen gar gesundheitliche Probleme bei Menschen und Tieren. Aus diesem Grund haben der Kanton Schwyz und die Schwyzer Gemeinden ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der invasiven Neophyten in den vergangenen Jahren verstärkt. Die Erfahrung zeigt, dass es wichtig ist, die Kontrollen jährlich durchzuführen und die invasiven Pflanzen regelmässig zu bekämpfen.

Bekämpfungsschwerpunkt entlang der Sihl
Die Gemeinden Wollerau und Feusisberg haben sich bezüglich Neophytenbekämpfung entlang der Sihl zusammengetan. Den Zuschlag für die Arbeiten hat die Caritas Schweiz erhalten. Für das übrige Gemeindegebiet in Wollerau und Feusisberg wird die Kartierung und Bekämpfung von Spezialisten der Korporation Wollerau durchgeführt. Entlang der Sihl müssen das ganze Gebiet abgesucht und die invasiven Pflanzen bekämpft werden. Neue Standorte werden via App erfasst. Die Arbeiten erfolgen durch die Caritas. Auf dem übrigen Gemeindegebiet von Wollerau und Feusisberg werden die Neophyten in diesem Zeitraum durch den Forstbetrieb der Korporation Wollerau bekämpft.

Der Fokus der Bekämpfung liegt auf den Arten der Prioritäten 1 und 2 des kantonalen Neophytenkonzepts. Das sind Pflanzen wie die Amerikanische Goldrute, Asiatische Staudenknöteriche, Aufrechte Ambrosie, Drüsiges Springkraut, Einjähriges Berufskraut, Essigbaum, Götterbaum, Asiatische Geissblätter, Riesen Bärenklau oder der Sommerflieder.

In der Gemeinde Wollerau werden invasive Neophyten in sensiblen Lebensräumen soweit wie möglich flächendeckend erfasst und bekämpft. Zu sensiblen Lebensräumen gehören Naturschutzgebiete, Wälder und Umgebungszonen von Gewässern. Die Landeigentümer von betroffenen Gebieten in Wollerau und Feusisberg werden vorgängig über die Arbeiten telefonisch, direkt an der Haustüre oder mittels Schreiben informiert.

Weitere Informationen sind bei Martin Stieger, Umweltschutzbeauftragter der Gemeinde Wollerau, unter Tel. 043 888 12 16 oder von Irene Herzog, Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde Feusisberg, unter Tel. 044 787 31 29 erhältlich.

Neophyten