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Voranschlag 2023 der Gemeinde Wollerau

2. November 2022
Ertragsüberschuss von Fr. 0.8 Mio. und Steuerfusssenkung auf 60 Prozent bei den Natürlichen Personen budgetiert.

Der Gemeinderat Wollerau rechnet im Rahmen des Voranschlags 2023 mit einem Aufwand von Fr. 43.1 Mio. und einem Ertrag von Fr. 43.9 Mio. was zu einem Ertragsüberschuss von Fr. 0.8 Mio. führt und dies bei einem reduzierten Steuerfuss von 60 Prozent einer Einheit bei den Natürlichen Personen. Der Steuerfuss für die Juristischen Personen bleibt unverändert. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf Fr. 14.7 Mio.

Die Hochrechnung der Gemeinde Wollerau für das Jahr 2022 geht nach heutigem Wissensstand davon aus, dass die Steuererträge trotz der vergangenen Corona-Krise und den damit verbundenen Lieferengpässen bei den Natürlichen wie auch bei den Juristischen Personen voraussichtlich bis Ende Jahr um rund Fr. 4.7 Mio. höher ausfallen werden als budgetiert. Auf der Aufwandseite werden der Sach- und der Personalaufwand innerhalb der budgetierten Beträge liegen. Die geplanten Investitionen von Fr. 7.8 Mio. werden voraussichtlich umgesetzt werden.

Wir leben derzeit in einer Phase allerhöchster Ungleichgewichte. Lieferengpässe Ukrainekrieg, eine drohende Energiemangellage, eine davon galoppierende Inflation mit steigenden Zinsen und eine absehbare Rezession halten die Welt auf Trab. Im Voranschlags 2023 sind die möglichen Folgen dieser Unsicherheiten eingeflossen obwohl die konkreten Auswirkungen auf die Ertrags- und Aufwandsituation schwierig vorhersehbar sind. Die Erfolgsrechnung weist bei einem Totalaufwand von Fr. 43.1 Mio. (2022 Fr. 44.5 Mio.) und einem Ertrag von Fr. 43.9 Mio. (2022 Fr. 46.2 Mio.) einen Ertragsüberschuss von Fr. 0.8 Mio. (Vorjahr Fr. 1.7 Mio.) aus. Gewichtige Veränderungen im Voranschlag 2023:

  1. Der innerkantonale Finanzausgleich sinkt gegenüber dem Vorjahr um Fr. 2.8 Mio. auf Fr. 12.9 Mio. In den Finanzplanjahren 2024–2026 wird mit jährlichen Finanzausgleichszahlungen von Fr. 15.5 Mio. gerechnet.
  2. Die Steuererträge 2023 wurden um Fr. 3.1 Mio. tiefer als im Vorjahr budgetiert. Darin eingeschlossen ist eine vorsichtige Budgetierung wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und die Steuerfusssenkung von 5 Prozent bei den Natürlichen Personen.
  3. Der Sach- und der Personalaufwand liegen 2023 nur rund Fr. 0.2 Mio. höher als im Voranschlag 2022.

Für den Gemeinderat Wollerau ist der Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit eine wichtige Zielgrösse. Dieser wird nächstes Jahr mit Fr. 3.3 Mio. positiv ausfallen. Die operative Tätigkeit kann aus den betrieblichen Erträgen finanziert werden.

Geplante Investitionen
Die Nettoinvestitionen für 2023 belaufen sich auf Fr. 14.7 Mio. (Vorjahr Fr. 7.8 Mio.). Wesentlich zu Buche schlagen die weiteren Arbeiten an den Gemeindestrassen mit Fr. 3.1 Mio. inklusive Renovationen Werkhof Fürti und Parkhaus Dorf, die nächste Tranche Projekt Ersatzbau MZH Riedmatt mit Fr. 7.5 Mio., verschiedene Bushaltestellen mit Fr. 0.7 Mio., diverse Kanalisationsprojekte mit Fr. 1.0 Mio. sowie Fr. 1.0 Mio. für den Hochwasserschutz Krebsbach und Fr. 0.2 Mio. für die Sanierung Grenzbach.

Tieferer Steuerfuss für die natürlichen Personen
Wegen der anstehenden Investitionstätigkeit in den nächsten Jahren von Fr. 78.5 Mio. (Dorf- und Bildungszentrum, Mehrzweckhalle Riedmatt, Investitionsbeitrag an Neubau Alterszentrum Turm-Matt, diverse Strassen- und Kanalisationsprojekte sowie Hochwasserschutz Krebsbach) wird das Fremdkapital nach heutigem Kenntnisstand bis Ende 2026 auf Fr. 45.3 Mio. anwachsen.

Die Selbstfinanzierung (Cashflow Gesamthaushalt) weist für das Jahr 2023 einen positiven Saldo von Fr. 3.3 Mio. aus. Der Finanzplan zeigt für die Jahre 2024 bis 2026 jeweils einen positiven Cashflow zwischen Fr. 4.1 Mio. und Fr. 4.6 Mio.

Mit dem budgetierten Ertragsüberschuss 2023 von Fr. 0.8 Mio. steigt das Eigenkapital per Ende 2023 auf Fr. 72.2 Mio. In den Finanzplanjahren 2024 bis 2026 wird das Eigenkapital auf Fr. 73.8 Mio. anwachsen. 

Auch wenn aus heutiger Sicht die Konsequenzen auf den Finanzhaushalt, aufgrund der eingangs erwähnten Herausforderungen, schwer abschätzbar sind und sich eine Steuereinnahmenplanung als schwierig erweist, kann der Steuerfuss aufgrund des ausgewiesenen Eigenkapitals, aber auch aufgrund der vorhanden liquiden Mittel, für Natürliche Personen um 5 Prozent auf 60 Prozent einer Einheit gesenkt werden. Der Steuerfuss für die Juristischen Personen bleibt unverändert.

Der Voranschlag 2023 ist ab heute auf der Website der Gemeinde Wollerau (www.wollerau.ch) aufgeschaltet.

Der Gemeinderat